Konzert am Sonntag, 22. Januar 2017

Wolkenbilder - "Der kleine Prinz" trifft auf Claude Debussy

Charles Brauer liest bei den Malgartener Klosterkonzerten

UPDATE: Die Veranstaltung ist restlos ausverkauft!

 

Generationen von Lesern jeden Alters haben sich von Antoine de Saint-Exupérys Meisterwerk "Der kleine Prinz" verzaubern lassen. Nun lassen sich die schönsten Stellen aus diesem Buch live im ersten "Konzert" des Jahres 2017 der Malgartener Klosterkonzerte erleben. Am Sonntag, 22. Januar 2017 um 11 Uhr wird kein Geringerer als Charles Brauer in die Rolle des Vorlesers "schlüpfen". Er ist durch seine langjährige Rolle als Kommissar an der Seite von Manfred Krug im Hamburger Tatort einem Millionenpublikum bekannt geworden. Mit seinen mittlerweile mehr als 80 von ihm eingelesenen Hörbüchern (u. a. John Grisham!) macht er aktuell von sich Reden.

 

Dass aus der Lesung dann doch auch ein Konzerterlebnis wird, dafür sorgt der bekannte Pianist Prof. Christian Elsas. Er hat das umfangreiche Werk von Claude Debussy durchforstet und die reizvollsten Kompositionen für Klavier solo des Franzosen ausgewählt. Elsas ist bekannt für seine sensiblen und weitsichtigen Interpretationen insbesondere des impressionistischen Repertoires.

 

Mit Brauer und Elsas treffen sich zwei wahre Meister ihres Faches und ihr kongeniales Zusammenspiel dürfte für einen unterhaltsamen Sonntagvormittag auf höchstem künstlerischen Niveau sorgen.

Veranstaltungsende ca. 13:30 Uh

 

(Karten sind erhältlich ab 20.12.2016)

Konzert am Sonntag, 12. Februar 2017

"Die Winterreise" (Franz Schubert)

Benjamin Appl (Bariton) / Julius Drake (Klavier)

Kaum ein Liederzyklus ist dermaßen bekannt wie „Die Winterreise“, die Franz Schubert im Jahr 1827 auf Texte des Dichters Wilhelm Müller komponierte. Schubert gelang mit diesem Zyklus ein außergewöhnlich großer Wurf, denn jedes der insgesamt 24 Lieder nimmt den Zuhörer ob einer ganz besonderen Atmosphäre gefangen.

 

Dies kann gleichwohl nur dann gelingen, wenn beide beteiligte Interpreten zur allerersten Riege ihrer „Zunft“ gehören. Welch unglaubliches Potential in der „Winterreise“ steckt, hat Dietrich Fischer-Dieskau schon 1948 unter Beweis gestellt, als er diesen Zyklus für den RIAS einspielte. Nur wenige der Interpreten, die sich in den Folgejahrzehnten an die „Winterreise“ wagten, kamen in ihrer Qualität an die Referenz aus dem Nachkriegsjahr heran.

 

Seit einigen Jahren macht der junge deutsche Bariton Benjamin Appl von sich Reden. Zu allererst in seiner Wahlheimat England, aber auch hierzulande lässt seine Liedkunst im wahrsten Sinne des Wortes aufhorchen. Einladungen zu Festivals wie der Schubertiade in Hohenems und Schwarzenberg, wie des Heidelberger Frühlings, des Rheingau Musikfestivals, des Oxford Lieder Festivals und natürlich in die Wigmore Hall sind insofern nur konsequent. Bei einem Konzert in der Sommerresidenz des Papstes sang Benjamin Appl schon 2012 für Papst Benedikt XVI. Psalmvertonungen. Auch seine pianistischen Weggefährten gehören zum Feinsten, was Europa auf dem Gebiet der Liedbegleitung zu bieten hat: Helmut Deutsch, Graham Johnson, Malcolm Martineau (um nur ein paar zu nennen).

 

Vorläufiger Höhepunkt seiner Karriere war die Auszeichnung des Gramphone Magazines im September 2016 als „Gramophone’s Young Artist oft the Year“. Diese Awards werden vom Fachpublikum gerne auch als „Oscars der Musikbranche“ bezeichnet. Preisträger 2016 waren (neben Benjamin Appl) Daniil Trifonov, Christa Ludwig und Igor Levit. Erstes Ergebnis seiner Verpflichtung als Sony Classical Exklusivkünstler im vergangenen Jahr wird ein Liederalbum sein, das für das Frühjahr 2017 angekündigt ist.

 

Wir freuen uns unglaublich, dass es uns gelungen ist, diesen ehemaligen „Domspatzen“ nach Osnabrück zu holen!

 

Mit Julius Drake begleitet ihn einer der namhaftesten Liedbegleiter Europas. Es würde den Rahmen an dieser Stelle sprengen, all die Sänger aufzuzählen, mit denen er bereits musizierte. Vielleicht nur so viel: Seit Jahren begleitet er regelmäßig Ian Bostridge und einer der raren Jahrespreise der Deutschen Schallplattenkritik 2016 ging an Christoph Prégardien und eben Julius Drake für ihr Schubert-Album „Poetisches Tagebuch“.

 

In der Region ist Julius Drake beileibe kein Unbekannter: Beim Festival „classic con brio“ (Osnabrück) trat er ebenso auf wie beim Festival „123 years - The Best of British Music“ (Kloster Malgarten).

 

Dieser Liederabend wird ermöglicht durch Zuwendungen der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück sowie der Stadt Osnabrück.

Konzert am Sonntag, 05. März 2017

Signum Quartett

Ein Streichquartett der Champions League

Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett B-Dur KV 458 "Jagdquartett"

Leos Janácek: Streichquartett Nr. 2 "Intime Briefe"

Ludwig van Beethoven: Streichquartett Nr. 9 C-Dur op. 59/3

 

„Das Signum Quartett steht für überragende Spielfreude, Präzision, für rhythmisches Gespür, nicht zuletzt einen Sinn für Farben und Zwischentöne.“ MDR Figaro

„Der unwiderstehliche Sog des Signum Quartetts - Die Vier schaffen ein musikalisches Erlebnis, das man so schnell nicht vergisst. Feinste Ensemblearbeit also. Mit einem exzellenten Gespür für jedes Detail. Ihr Gefühl für gemeinsame Bögen, Dynamik und und und... ist atemberaubend. Kurz: diese Musiker lassen für mich keine Wünsche offen.“ hr2 - CD-Tipp

„Es war ein besonderes Erlebnis, wie sich das Quartett präsentierte: spieltechnisch perfekt, musikalisch kompetent, emotional gestaltend.“ Sankt Galler Tageblatt

Das Signum Quartett hat durch seine mitreißend lebendigen Interpretationen ein Zeichen [lat. signum] in der internationalen Quartettszene gesetzt und sich als eines der interessantesten Ensembles seiner Generation etabliert.


Intensive Studien mit dem Alban Berg Quartett, dem Artemis Quartett und dem Melos Quartett, sowie die Zusammenarbeit mit György Kurtág, Walter Levin, Alfred Brendel, Leon Fleisher und Jörg Widmann prägten die künstlerische Entwicklung des Signum Quartetts, das zahlreiche Preise gewonnen hat (u.a. Premio Paolo Borciani, London International String Quartet Competition) und im Rahmen des stART-Programms von Bayer Kultur und als Ensemble der BBC Radio 3 New Generation Artists gefördert wurde.


Berlin, Hamburg, München, Paris, Barcelona, Amsterdam, London, New York − das Signum Quartett ist regelmäßig auf den großen internationalen Podien und Festivals zu erleben. Nach umjubelten Gastspielen in der Wigmore Hall, bei den Londoner Proms, Frankfurt, Luxemburg, Bremen, Hamburg, der Pariser und Kölner Philharmonie wird das Signum Quartett demnächst u.a. mit dem neuen, für das Ensemble geschriebenen Streichquartett von Bruno Mantovani in Wien, Köln, sowie auf Tourneen in den USA, Großbritannien, der Schweiz, Frankreich und Spanien zu hören sein.


Mit dem Gastspiel des Signum Quartetts führen wir die Konzerte mit herausragenden Kammermusikensembles fort, in dessen Rahmen u. a. das delian:quartett, das Henschel-, Mandelring- und Vogler-Quartett, das ATOS Trio und das Trio Wanderer im Kloster Malgarten aufgetreten sind.

Konzert am Sonntag, 21. Mai 2017

Benjamin Moser

Klavierrecital zum Abschluss des musikalischen Frühjahrs

Herausragende Pianisten waren in den letzten Jahren mehrfach bei den Malgartener Klosterkonzerten zu hören. Nun ist es (endlich) wieder einmal soweit: Am Sonntag, 21. Mai 2017 dürfen sich die Musikfreunde der Region auf den Pianisten Benjamin Moser freuen.

 

Präsentieren wird er in der Matinee, die um 11 Uhr beginnen wird, ein höchst attraktives Programm: Zur Eröffnung Beethovens frühe Klaviersonate op. 10 Nr. 2 in F-Dur. Es folgen zwei Intermezzi von Johannes Brahms (aus op. 117 und 118) sowie fünf ausgewählte Préludes von Sergej Rachmaninow. Nach der Pause dann der monumentale Zyklus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgskij - jener große kompositorische Wurf, den Maurice Ravel so brillant für Orchester instrumentierte und der insbesondere in seiner ursprünglichen Fassung für Klavier solo nicht allzu häufig im Konzertsaal aufgeführt wird. Dies mag auch den nicht unerheblichen technischen Anforderungen an den Interpreten geschuldet sein. Doch insbesondere an dieser Stelle sind die „Bilder“ bei Benjamin Moser bestens aufgehoben, formulierte die Süddeutsche Zeitung doch schon ganz richtig: „Moser ist ein Tastenpoet, den technisch höchste Schwierigkeiten nicht aus der Ruhe bringen.“

 

Und welcher Pianist kann schon von sich behaupten, fünf (!) Mal zum renommierten Klavier-Festival Ruhr eingeladen worden zu sein? So letztmalig geschehen für die diesjährige Festivalausgabe. Da gerät es fast etwas aus dem Fokus der Aufmerksamkeit, dass Benjamin Mosers Karriere bereits 2007 einen richtigen Schub bekam: Seinerzeit wurden ihm gleich mehrere Preise beim berühmten Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau verliehen. Seit dem sind nun zehn Jahre vergangen. Eine Zeit, die Moser als Pianisten weiter reifen ließ und die aus jedem seiner Klavierabende etwas ganz Besonderes werden lässt. Passend erscheinen da die Worte der Augsburger Allgemeinen: „Eine Sternstunde im Konzertsaal - mehr Kommunikation, mehr Konfrontation zwischen Menschen geht letztlich mit musikalischen Mitteln nicht mehr. Glücklich, wer so etwas zu erschwinglichen Preisen vor Ort erleben darf.“
Freunde erstklassiger Klaviermusik sollten sich diesen Termin rechtzeitig notieren.

 

Auf Grund der geringen Platzkapazität in der Konzertscheune des Klosters empfehlen wir den Kartenvorverkauf.


Dieses Konzert wird gefördert durch eine Zuwendung der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück.

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